Montag, 1. Juli 2013

TVH nun unter Zugzwang

„Schwer zu sagen, ob wir nun einen Punkt gewonnen haben oder einen verloren“, lautete das Fazit von Kapitän Ilg nach dem Spitzenspiel gegen den VFB Friedrichshafen. Der TVH kam gegen die Süddeutschen nicht über ein Unentschieden hinaus und steht somit am letzten Spieltag mächtig unter Druck, will man die Qualifikation zu den Aufstiegsspielen zur 2. Bundesliga noch schaffen.

Gegen die TG Biberach startete die Starting-Five der Gastgeber konzentriert und druckvoll in den 5. Spieltag. Sie ließ den Gegner nicht ins Spiel kommen und holte sich Satz ein verdient mit 11:5. Im zweiten Durchgang kam der Biberacher Schläger Uwe Kratz langsam in Fahrt und setzte die Leintäler zunehmend unter Druck. Doch durch geschickte Angriffsbälle behielt man die Oberhand und erhöhte auf 2:0 (11:8). Der dritte Durchgang entwickelte sich zu einem Nervenspiel. Der Favorit verspielte mehrmals die Führung und verpasste es, den Sack zuzumachen. Ein hin und her mit dem glücklicheren Ende für den Gastgeber brachte dann aber doch den so wichtigen Auftaktsieg (14:12).

Gegen den VFB Friedrichshafen, amtierender Spitzenreiter zu diesem Zeitpunkt, musste eine deutliche Leistungssteigerung her. Die abwehrstarke Mannschaft wurde von Beginn an von TVH-Schläger Heinrich konstant mit viel Druck beschäftigt, sodass sie ihr sicheres Aufbauspiel nur selten durchziehen konnten. Mit einem knappen 11:9-Erfolg setzten die Ostälber ein erstes Ausrufezeichen. „Der erste Satz war wichtig, damit gingen wir gestärkt in die weiteren Sätze.“, resümierte Trainer Munz. Auch in Satz zwei ein unverändertes Bild. Heuchlingen hatte alles im Griff. Auch taktische Wechsel bei den Häflern zündeten nicht und der TVH siegte klar mit 11:6. Den Sieg zum greifen nah, schlich sich beim Gastgeber der Fehlerteufel ein. Schwache Annahmen und Angriffsbälle knapp ins Aus brachten den Spitzenreiter zurück ins Spiel (7:11). Nun musste der vierte Satz die Entscheidung über Sieg oder Unentschieden bringen. Heuchlingen legte nochmals sein ganzes Potenzial an den Tag und zog auf 8:4 davon. Wie ausgewechselt agierten die Leintäler von da an. Fehler über Fehler ließen die Friedrichshafener neue Hoffnung schöpfen. Die nutzten die Chance und glichen durch ihrerseits klug gespielte Bälle zum 9:9 aus. Am Ende wussten die Heuchlinger nichts mehr entgegenzusetzen und kassierten durch einen starken Angriffsball dann doch noch das herbe Unentschieden (9:11). Für Munz waren die Gründe klar: „Unkonzentiert und am Ende einfach platt“.
Nochmals aufraffen hieß es dennoch für die gefrusteten Gastgeber. Gegen den Vorletzten der Tabelle, den TV Bissingen, durfte man sich nun keinen Ausrutscher erlauben. Auch ohne nominellen Hauptschlag hielten die Gäste zu Beginn stark mit. Vor allem die Aufschläge machten der Heuchlinger Abwehr stark zu schaffen. Mit zunehmendem Spielverlauf ließ der Druck allerdings nach und am Ende siegte der TVH dann doch klar mit 3:0 (11:9, 11:7, 11:3).

Mit zwei Siegen und einem Unentschieden rangieren die Heuchlinger Faustballer weiter auf Platz drei der Schwabenliga. Am Abschlussspieltag am kommenden Sonntag, wiederum auf heimischem Rasen, müssen zwei Siege gegen den direkten Konkurrenten aus Dennach und den Tabellenletzten aus Schwieberdingen her, wollen die Leintäler die Qualifikation zu den Relegationsspielen zur 2. Bundesliga doch noch schaffen. Am 7. Juli ab 14 Uhr heißt es für die Heuchlinger dann: Hop oder Top!

TVH: Heinrich, Braun, Betz, Ilg, J. Schmid, S. Schmid

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