„Schwer zu sagen, ob wir
nun einen Punkt gewonnen haben oder einen verloren“, lautete das Fazit von
Kapitän Ilg nach dem Spitzenspiel gegen den VFB Friedrichshafen. Der TVH kam
gegen die Süddeutschen nicht über ein Unentschieden hinaus und steht somit am
letzten Spieltag mächtig unter Druck, will man die Qualifikation zu den
Aufstiegsspielen zur 2. Bundesliga noch schaffen.
Gegen die TG Biberach
startete die Starting-Five der Gastgeber konzentriert und druckvoll in den 5.
Spieltag. Sie ließ den Gegner nicht ins Spiel kommen und holte sich Satz ein
verdient mit 11:5. Im zweiten Durchgang kam der Biberacher Schläger Uwe Kratz
langsam in Fahrt und setzte die Leintäler zunehmend unter Druck. Doch durch
geschickte Angriffsbälle behielt man die Oberhand und erhöhte auf 2:0 (11:8).
Der dritte Durchgang entwickelte sich zu einem Nervenspiel. Der Favorit
verspielte mehrmals die Führung und verpasste es, den Sack zuzumachen. Ein hin
und her mit dem glücklicheren Ende für den Gastgeber brachte dann aber doch den
so wichtigen Auftaktsieg (14:12).
Gegen den VFB
Friedrichshafen, amtierender Spitzenreiter zu diesem Zeitpunkt, musste eine
deutliche Leistungssteigerung her. Die abwehrstarke Mannschaft wurde von Beginn
an von TVH-Schläger Heinrich konstant mit viel Druck beschäftigt, sodass sie
ihr sicheres Aufbauspiel nur selten durchziehen konnten. Mit einem knappen
11:9-Erfolg setzten die Ostälber ein erstes Ausrufezeichen. „Der erste Satz war
wichtig, damit gingen wir gestärkt in die weiteren Sätze.“, resümierte Trainer
Munz. Auch in Satz zwei ein unverändertes Bild. Heuchlingen hatte alles im
Griff. Auch taktische Wechsel bei den Häflern zündeten nicht und der TVH siegte
klar mit 11:6. Den Sieg zum greifen nah, schlich sich beim Gastgeber der
Fehlerteufel ein. Schwache Annahmen und Angriffsbälle knapp ins Aus brachten
den Spitzenreiter zurück ins Spiel (7:11). Nun musste der vierte Satz die
Entscheidung über Sieg oder Unentschieden bringen. Heuchlingen legte nochmals
sein ganzes Potenzial an den Tag und zog auf 8:4 davon. Wie ausgewechselt
agierten die Leintäler von da an. Fehler über Fehler ließen die
Friedrichshafener neue Hoffnung schöpfen. Die nutzten die Chance und glichen
durch ihrerseits klug gespielte Bälle zum 9:9 aus. Am Ende wussten die
Heuchlinger nichts mehr entgegenzusetzen und kassierten durch einen starken
Angriffsball dann doch noch das herbe Unentschieden (9:11). Für Munz waren die
Gründe klar: „Unkonzentiert und am Ende einfach platt“.
Nochmals aufraffen hieß es
dennoch für die gefrusteten Gastgeber. Gegen den Vorletzten der Tabelle, den TV
Bissingen, durfte man sich nun keinen Ausrutscher erlauben. Auch ohne
nominellen Hauptschlag hielten die Gäste zu Beginn stark mit. Vor allem die
Aufschläge machten der Heuchlinger Abwehr stark zu schaffen. Mit zunehmendem
Spielverlauf ließ der Druck allerdings nach und am Ende siegte der TVH dann
doch klar mit 3:0 (11:9, 11:7, 11:3).
Mit zwei Siegen und einem
Unentschieden rangieren die Heuchlinger Faustballer weiter auf Platz drei der
Schwabenliga. Am Abschlussspieltag am kommenden Sonntag, wiederum auf
heimischem Rasen, müssen zwei Siege gegen den direkten Konkurrenten aus Dennach
und den Tabellenletzten aus Schwieberdingen her, wollen die Leintäler die
Qualifikation zu den Relegationsspielen zur 2. Bundesliga doch noch schaffen.
Am 7. Juli ab 14 Uhr heißt es für die Heuchlinger dann: Hop oder Top!
TVH: Heinrich, Braun, Betz, Ilg, J. Schmid, S. Schmid
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