Nach einem fulminanten Start von 4 Siegen aus den ersten 4
Spielen schien das Unmögliche möglich zu sein. Die Heuchlinger Faustballerinnen
spielten sich als Aufsteiger aus der Landesliga auf Anhieb an die Spitze der
Schwabenliga. Diese Ansicht hatte allerdings nur eine Zeit lang Bestand, um
genau zu sein bis zum vorletzten Spieltag.
Gegen die Gäste aus Gärtringen und Ötisheim lief beim Heimspieltag
nichts zusammen. Mit 4 Niederlagen aus den 4 Begegnungen egalisierte sich das
Punktekonto prompt und die TVH-Mädels wurden auf den Boden der Tatsachen
zurückgeholt. Während man gegen die bundesligaerfahrenen Gärtringerinnen kaum
einen Chance hatte (7:11, 14:15 sowie 5:11, 4:11), wurden gegen den TSV
Ötisheim aussichtsreiche Chancen nicht genutzt. Jeweils ein dritter Satz musste
die Entscheidung bringen, doch am Ende standen die Leintälerinnen auch nach
diesen Begegnungen durch individuelle Fehler und fehlender Durchschlagskraft
ohne Punkte da.
Mit einem etwas glücklicheren Verlauf des letzten Spieltags
hätten die TVH-Damen doch noch an der Tabellenspitze schnuppern können. Dafür
waren jedoch 4 glatte Siege gegen Weil der Stadt und Schwieberdingen von Nöten.
Im ersten Spiel zog man nach anfänglicher Führung gegen den TSV Schwieberdingen
knapp den Kürzeren und unterlag mit 11:9, 9:11 und 6:11. Die Trotzreaktion
folgte zugleich gegen die SpVgg Weil der Stadt. In einem Nervenkrimi behielten
die Ostalb-Mädels beide Male die Oberhand (12:10, 15:14). Im Rückspiel gegen
Schwieberdingen spielten die Heuchlingerinnen ihre Angriffsbälle platzierter,
sodass die Revanche gelang und mit 11:8 und 11:8 der zweite Tagessieg verbucht
wurde. Vielleicht war es die fehlende Relevanz im letzten Spiel, vielleicht
aber auch die fehlenden Alternativen am Schlag. Gegen Weil der Stadt gab man
das Spiel trotz toller Aufholjagd leichtfertig ab und beendete den Spieltag mit
einer 1:2-Niederlage (5:11, 11:6, 4:11).
Es fällt schwer, ein Resümee unter die abgelaufene
Schwabenliga-Saison zu ziehen. Auf der einen Seite gaben die TVH-Damen als
Aufsteigerinnen ein gutes Bild mit teilweise sehr ansehnlichen Spielzügen ab.
Auf der anderen Seite verpassten sie aber auch durch Nervenschwäche und
unglückliche Aktionen den Sprung an die Tabellenspitze. Mit einem
abschließenden vierten Platz ziert der TVH genau die Tabellenmitte und bleibt
somit sicher in Württembergs höchster Liga – damit wurde das Saisonziel
erreicht. Mit dem Quäntchen mehr an Glück und Spielintelligenz kann man
kommende Saison die Augen nach vorne richten.
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